KLARHEIT ENTSTEHT meist NICHT IM KOPF – WARUM DEIN NERVENSYSTEM DER SCHLÜSSEL IST

Kennst Du dieses Gefühl: Du denkst nach. Du analysierst. Du drehst Dich im Kreis.

Und je mehr Du versuchst, Klarheit zu finden, desto diffuser wird es?

 

Und das am besten nachts, weil Du Dir tagsüber einfach nicht den Raum gegönnt hast...?

 

Warum Klarheit nicht im Kopf entsteht

Heute weiß ich: Klarheit entsteht nicht durch grübeln, sondern nur, in einem Nervensystem, das zur Ruhe kommt. Wenn Du nicht mehr im Druck-Modus von „ich muss das jetzt klären“ festhängst. Denn unter Stress wird unser Blick eng: Wir funktionieren, reagieren, halten weiter durch. Und merken oft gar nicht, dass das, was wir für richtig halten überhaupt nicht mehr stimmig ist. Weil das kein Gedanke ist, sondern ein Körpergefühl,  dem wir meist nicht zuhören wollen. 

 

Denn es könnte uns ja aus der gewohnten Komfortzone bringen und genau das fühlt sich bedrohlich an, denn nur in der Gewohnheit fühlt sich unser Verstand sicher. Und jetzt kommt's: diese Schutzstrategie ist völlig normal und will nur unser Überleben sichern. Heutzutage i.d.R. aber völlig übertrieben - denn so viele gefährliche Tiere und Säbelzahntiger laufen gar nicht mehr da draußen rum, wie zu der längst vergangenen Zeit, als in unserem Hirn dieser Schutzmechanismus entstanden ist , der tatsächlich heute immer noch wirkt.

 

Und jetzt willst Du unbedingt, dass es endlich wieder still und somit auch klar wird. Doch wenn Du weiter mit deinem eisernen Willen versuchst alles zu steuern, während es in Dir und um Dich herum einfach viel zu laut ist, dann lässt sich der leise Ruf der Klarheit nicht hören und nicht spüren.

 

Übrigens: warum der Wille nicht immer ausschlaggebend ist, habe ich schon hier beschrieben

 

Wir sehen also: Statt Druck brauchen wir mehr Ruhe - und das meint nicht Entspannung, sondern einfach nur den Raum zuzuhören. 

  • Du musst nicht sofort Antworten haben.
  • Du musst nicht sofort Entscheidungen treffen.
  • Du musst nicht sofort Dein Leben verändern.

Für unser Nervensystem reicht es, wenn Du beginnst zu sehen, indem Du langsamer wirst. Dann zeigt sich oft von selbst, was vielleicht schon lange gesehen werden möchte.

 

Ganz leise! Wie ein Nebel, der sich langsam lichtet.

 

Der Körper ist oft schneller als der Kopf

Was ich immer wieder erlebe: Wir vertrauen dem Verstand mehr als unserem Körper. Dabei weiß er oft viel früher Bescheid. Er sendet uns schon längst klare Botschaften von "es ist zu viel", z.B.:

  • innere Unruhe
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Muskel-Anspannung
  • ...

=> Siehe dazu auch den Artikel "Typische Signale der Nervensystemüberlastung"

 

Das, was wir dann oft als „Unklarheit“ empfinden, ist gar kein Mangel an Denken – sondern einfach "nur" ein überlastetes System, das gar nicht mehr sauber laufen kann. Das durch Innehalten, Spüren und v.a. auch Erlauben wieder geschmiert werden darf.

 

Wir brauchen nicht noch mehr Input, noch mehr Analysen, noch mehr willensgesteuerte Selbstoptimierung. Was wir brauchen, ist zuerst ein Zustand, in dem unser System überhaupt wieder empfänglich wird.

 

Und manchmal beginnt das ganz klein, daher hier ein Mini-Impuls für Dich:

 

Vielleicht magst Du Dir jetzt nur wenige Minuten Zeit nehmen und Dir diese Frage stellen:

Was in mir möchte körperlich gerade gesehen werden – ohne dass ich es sofort verändern muss?

  • Nicht lösen.
  • Nicht bewerten.
  • Nicht wegdrücken.
  • Nur sehen.

Nimm jede noch so kleine Körperempfindung wahr und bleibe länger bei derjenigen, die sich jeweils am deutlichsten zeigt. Wenn sich das verändert, lass Dich mitnehmen. Nur bei Gedanken, versuche direkt wieder neugierig in den Körper zu kommen - er hat meist gleich spannende Reaktionen darauf. Klarheit findest Du nicht, indem Du Dich weiter übergehst. Klarheit entsteht, indem Du Dich selbst siehst und ernst nimmst. Vielleicht ist dann das, was Du bisher versucht hast wegzudrücken, wegzubetäuben, wegzumassieren, wegzuatmen plötzlich sehr schnell ganz anders. Und WOW: Das kann innerhalb von 90 sec. passieren....

Katalysator im Prozess: ätherische Öle

In meinen Prozessen unterstütze ich mich neben regelmäßigen Minimeditationen und Check-Ins, sowie meiner Yoga-Praxis auch mit ätherischen Ölen, um mich bewusster zu begleiten.

 

Diese Öle nutze ich mit dem Ziel "Klarheit" zu bekommen im Diffuser oder per Handinhalation besonders gerne: 

🍋 Zitrone: Wenn sich mein Kopf voll anfühlt, bringt Lemon wieder Frische hinein.

Es ist, als würde einmal durchgelüftet werden. Und außerdem reinigt es nicht nur den Geist, sondern unseren ganzen Körper.

 

🌿 Rosmarin: Wenn ich mich verliere, hilft mir Rosmarin, wieder klarer im Moment zu sein.

Fokus. Präsenz. Zurück zu mir. Und bei niedrigem Blutdruck ist es auch noch der perfekte Unterstützer

 

🕯️ Weihrauch: Wenn ich still werden möchte, begleitet mich zunehmend auch der Weihrauch, v.a. in der Meditation. Er schafft Weite. Raum. Verbindung zu unserer Seelenstimme.

 

Sie helfen mir, einen Raum in mir zu öffnen, in dem Klarheit entstehen darf.

 

Wenn Dich solche Themen gerade auch bewegen, findest Du weitere Impulse rund um Nervensystem, Selbstwahrnehmung und innere Entwicklung in meinem Auszeit-Blog

 

Du suchst Unterstützung?

Als Nervensystem-Coach, Aromaberaterin und Yogalehrerin kann ich sehr gut den Raum halten für die Regulation Deines Nervensystems. Viele haben es schwer an diesem Spüren und Erlauben dranzubleiben und die nötigen Prozesse zuzulassen. Dann ist es einfach wunderbar, wenn man jemanden hat, der einen dabei trägt.

Melde Dich gerne bei mir, wenn Du Unterstützung für Dein Nervensystem im 1:1 suchst.

In der Gruppe werden wir beim nächsten Sunday Reset das Spüren unserer selbst, ob in aktivierenden oder ganz ruhigen Übungen, zulassen und uns dafür öffnen. Vielleicht entsteht ja dort schon ein bisschen mehr Klarheit. Auf jeden Fall kommt ein liebevoller Stein des Selbstmitgefühls ins Rollen.

Die Düfte ätherischer Öle werden uns dabei begleiten.

Termin buchen: 19.04.26 18.30 Uhr

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