Meine ersten 108 Sonnengrüße

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, 108 Sonnengrüße zu praktizieren und hält man das echt durch, wenn man das zum ersten mal macht?

 

Ich muss gestehen, als ich zum ersten mal vor fast 10 Jahren in Susanne Fröhlichs Buch  "Der Hund, die Krähe, das Om ...und ich" davon las, dachte ich, dass die Hard-Core-Yogis nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Und das, obwohl ich schon seit vielen Jahren Yoga mehr oder weniger regelmäßig praktizierte. Aber mich faszinierte die Beschreibung von Susanne, das man dies nicht nur schaffen kann, sondern, dass es richtig gut tun kann. Und das, obwohl sie damals noch eher zu den Anfänger-Yoginis gehörte (Sie hatte erst knapp 2 Monate vorher mit Yoga begonnen).. Einige Jahre später begegnete mir selbst dieses Ritual zum ersten mal im realen Leben und ich war ganz heiß darauf, ähnliche Erfahrungen, wie Susanne, zu machen und meldete mich zu MEINEN ersten 108 Sonnengrüßen an. Dort angekommen erzählte die Yogalehrerin etwas von hinduistischen Gottheiten und spirituellem Zeug. Ich verstand ziemlich wenig und wollte, dass "ES" endlich los ging, denn mit Spiritualität hatte ich damals rein gar nichts am Hut. Natürlich war ich gespannt darauf, ob ich es schaffe oder ob ich aufgeben müsse. Und tatsächlich, schon nach den ersten 36 Runden meldete sich mein Monkey Mind: "Warum tust Du Dir das an? Erst 36, es kommt mir vor wie 360? Und langweilig ist es auch noch - immerzu das Gleiche. Das halte ich nicht aus, wie komm ich aus der Nummer raus? Und meine Arme tun sooo weh...." Natürlich machte ich weiter und weiter und weiter. So stark im Außen war ich damals noch unterwegs, dass ich mir nicht die Blöße geben wollte, das Handtuch zu werfen. Denn schließlich kann man ja jederzeit eine Pause einlegen, anstatt sich zu überfordern. Doch auf die Art konnte ich spüren, wie es in mir mit zunehmender Sonnengrußpraxis ruhiger und ruhiger und ruhiger wurde- und zwar gerade weil der Ablauf so immer und immer wieder gleich war. Irgendwann war ich in einem totalen Flow-Zustand. Der Kopf war leer, der Körper bewegte sich wie von allein und ich konnte völllig abtauchen in diese tiefe, reinigende, bewegte Meditionsform. Ich "schaffte" es tatsächlich, aber es war kein "Schaffen" mehr. Es war ein Genuß.

 

Seither gehört diese Praxis mindestens 2x jährlich zu meinen festen Yoga-Ritualen. Natürlich will ich Euch nicht verschweigen, dass ich beim ersten mal auch enormen Muskelkater hatte. Beim zweiten mal kümmerte ich mich dann im Anschluss besser um mich selbst. Nahm Magnesium, pflegte mich mit Massageöl und nahm ein schönes Bad. Das würde ich allen Anfängern unter Euch unbedingt empfehlen.  Ob ich 108 Sonnengrüße mache oder eine normale 1-2 stündige Yoga-Praxis spielt heute, rein vom Muskelkater her, keine Rolle mehr. Entscheidend ist aber der mentale Effekt, der sich bei 108 Sonnengrüßen nochmal ganz von einer variantenreicheren Praxis unterscheidet. Durch die ständige Wiederholung, gelingt es wirklich ganz bei Dir und Deinem Atem zu sein und ein Gefühl des "Ankommens bei Dir selbst" zu erzeugen, so dass DEIN inneres Licht nach Außen strahlt wie die Sonne.

 

Du willst auch einmal in diesen wundervollen, reinigenden Flow kommen? Dann mach mit bei unseren 108 Sonnengrüßen, am Sonntag, den 28.07.2019 um 19 Uhr am Steinsee bzw. bei schlechtem Wetter in der Ahornstr. 1 in Höhenkirchen. Eine ganz besondere Veranstaltung, denn die 108 Sonnengrüße werden von BIne Holler gesanglich und instrumental von Gregor von Arbra Flow durch das Surya Namaskar Mantra begleitet. Sicher Dir Deine Matte in der freien Natur, direkt unter der Sonne. Bei schlechtem Wetter weichen wir in die Ahornstr. 1 in Höhenkirchen aus.

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